Veranstaltungen
Pressestimmen / Archiv
Impressum
|
Freitag, 1. Juli 2005, 20.00 Uhr
Bet Williams & Band
Viele Zuhörer genossen das Bet-Williams-Konzert stehend
Amerikanische Songwriterin begeisterte mit ihrer großen Stimme
SYKE. Das erste, was auffällt, nachdem Bet Williams die Bühne betreten hat, ist ihre gewaltige, blonde Lockenmähne. Aber nicht die hat die amerikanische Liedermacherin mit deutschen Vorfahren zu einer viel beachteten und bewunderten Künstlerin gemacht, sondern ihre vier Oktaven umfassende Stimme und ihre kraftvollen, lebhaften Songs.
Am Freitagabend stand Bet Williams mit ihrer Band auf der Bühne des Kreismuseums. Die Kulturinitiative JFK (Jazz, Folk, Klassik) hatte sich das Konzert quasi als ein Geburtstagsgeschenk gegönnt, außer der Reihe sozusagen. Die Diele des Kreismuseums war so voll wie selten. Viele Zuhörer mussten das Konzert stehend genießen. Zusammen mit ihrem Mann John Hodian, der sie am Keyboard auf der Deutschland-Tournee begleitet, hat Bet Williams alle Songs geschrieben. In Syke stellte sie ihre neueste CD mit dem schlichten Titel "Bet" vor.
Obwohl die Sängerin und Gitarristin auch solo überzeugt, liebt sie die prallen, rockigen Songs und ließ sich dabei von ihrem Mann sowie dem Schweden Marc Gransten (Bass) und dem Berliner Thomas Pioch (Schlagzeug) perfekt begleiten. Wundervoll setzt Bet Williams dabei ihre klare und variationsfähige Stimme ein und sorgt mit sparsamer, aber wirkungsvoller Bühnenshow für einen lebhaften Kontakt mit dem Publikum. Obwohl sie für kurze Zeit auch in Deutschland gelebt hat, kommuniziert sie lieber auf Englisch. Schade eigentlich, denn ihre Lieder hätten es verdient, besser verstanden zu werden. Der durchschnittliche Zuhörer kann die Feinheiten ihrer gesungenen Texte nicht erfassen. Dennoch: "Das war so richtig was für’s Herz", schwärmte eine Zuhörerin.
Ulrich Tatje
|