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Karan Casey

Dienstag, 1. November 2005, 20.00 Uhr

Karan Casey & Band

Aus dem "Weser Kurier", 3.November 2005

Ein Stückchen Irland nach Syke gebracht – Mit Karan Casey gelang JFK wieder Konzert-Highlight

Von unserer Mitarbeiterin Verena Bösche

SYKE. Mit der Verpflichtung der irischen Sängerin Karan Casey und ihrer Band, die am Dienstag in Syke auftraten, haben die Organisatoren des Vereins Jazz Folk Klassik einmal mehr bewiesen, dass sie ein glückliches Händchen bei der Auswahl guter Musiker haben. Das Publikum in der Syker Kreissparkasse war restlos begeistert. "Kritiker, Presse und Publikum sind sich einig: Karan Casey ist derzeit das Maß aller Dinge, wenn es um die Sangeskunst in der keltischen Musikwelt geht!", liest man da so vollmundig in Ankündigungen. Aber nach dem Besuch des Konzertes konnte man dieser Behauptung doch voll und ganz zustimmen. Diese Frau hat ein Stück Irland nach Syke gebracht. "Sie hebt die Musik in eine andere Sphäre", hatte der JFK- Vorsitzende Rainer Köster bei seiner Begrüßung die Sängerin beschrieben. Und irgendwie hatte der Vorsitzende damit auch Recht. Die Sängerin schaffte es mit ihrer gefühlvollen und wandelbaren Stimme, den Zuhörern ein bisschen Leben und Lieben aus ihrer Heimat zu vermitteln. Sie nahm die Zuhörer mit auf die Reise, bis man meinte, die grüne Insel vor dem inneren Auge zu sehen. In einem Lied beschrieb die Sängerin eine schöne Straße aus der Grafschaft Waterford, wo die Sängerin herkommt. Als Karan Casey den Namen "Curra Road" nannte, klatschte ein Besucher schon im Voraus. Er kannte die Straße schon. Zwischen traditionellen irischen Lieder und eigenen Kompositionen bewegte sich das Repertoire der ausdrucksstarken Sängerin. Sie sang von der Liebe, vom Leben oder vom Frieden. Auf jedes Lied konnte die Sängerin ihre Stimme einstellen, eine Stimme von der man wirklich sagen kann: Das ist die Stimme Irlands!

So präsent wie die Sängerin auch war, so sehr gewährte sie ihren tollen Musikern Raum. Gitarrist Robbie Overson entlockte seinen Instrumenten Melodien von locker bis sentimental. Sogar einen kernigen Blues hatte er drauf. Und was Niall Vallely aus seiner Concertina herausholt, kann man nur als genial bezeichnen. Begeisternd waren seine Soli mit dem dritten Musiker im Bunde, dem Pianisten Cillian Vallely. Der Humor der Band rundete das ohnehin schon tolle Konzert wunderbar ab. "Wir vermissen unsereren Concertina-Spieler", fragte Karan Casey nach der Pause schmunzelnd. "Hat ihn jemand gesehen? Oder hat ihn jemand gestohlen?" Gott sei Dank war Niall Vallely dann doch nicht verloren gegangen und die Besucher erlebten den zweiten Teil eines Konzertes mit Humor, toller Musik und einer genialen Sängerin.


Karan Casey
http://www.karancasey.com/