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Samstag, 4. Februar 2006, 20.00 Uhr
Zehn Jahre LaLeLu!
Stoiber zum Brüllen komisch
Freche LaLeLu-Comedy-Show
Hamburger Quartett machte auf Geburtstagstournee in Syke Station
Von Ilse-Marie Voges
SYKE Wer LaLeLu am Samstag Abend im Syker Theater verpasst hat, hat was verpasst! Nämlich zweieinhalb Stunden blendende Unterhaltung. Das Publikum geriet bei der A-cappellaComedy-Show schier aus dem Häuschen.
Das Hamburger Quartett mit Sonja Wilts, Jan Melzer, Sören Sieg und Tobias Hanf traut sich was, feiert frech mehr als 18 Monate seinen zehnten Geburtstag und lässt an eben dieser Fete das Publikum teilhaben.
Finger schnippend, mit gedämpftem „tzt, tzt, dummdummdumm“ und „Hallo Syke“ begrüßten die Akteure die Gäste, versprachen den neuesten Hit von Jennifer Lopez, ließen die hinreißende Allroundstimme Jan Melzers als Elvis aufs Publikum wirken.
Endlich erfuhr auch der Norden der Republik von Tobias Hanf, bei wem der bayrische Ministerpräsident Sprach- und Gesangsunterricht erhielt, wo er zum Liedermacher und Lyriker wurde: Bei LaLeLu natürlich. Hanf parodierte Edmund Stoiber zum Brüllen komisch und „lebensecht“.
Im Kimono begeisterten die Interpreten mit der „Sushi-Ballade“: fein stimmlich und natürlich auf „japanisch“ intoniert. Roland Kaiser sparten die Hamburger ebenso wenig aus wie Julio Iglesias, den „Poeten der Verzückung“. Den Spanier als „ersten Gedanken am Morgen“ zu erleben, machte einfach Spaß und Laune. Und es lag einfach nahe, dass sein Junior Enrique noch vor „Dolly“ ein Resultat der Klontechnologie gewesen ist.
Für Sonja Wilts, die große Blonde, war es nicht leicht, sich zwischen einem Liebhaber aus Russland und einem aus Frankreich zu entscheiden. Mit großartiger Bassstimme sang sich Tobias Hanf ins Herz der Dame. Da hatte es der kleine Franzose mit der Baskenmütze schon schwer. Das Multitalent Sören Sieg Arrangeur, Komponist, Texter und Moderator des Ensembles warb mit seiner Tenorstimme, auf Joe Dassins „Oh, Champs-Elysees“ die Zeile „Oh mein kleines Reh“, schmachtend um die angebetete Dame.
Für ein Liedchen diente eine Zeitungsanzeige als Vorlage, in der „ein Mann mit Pferdeschwanz“ gesucht wird: „die Frisur ist egal“.
Sie waren Klasse, die Vier aus dem Norden! Einfach brillant, egal ob als Mick Jagger, Udo Lindenberg, Iglesias oder als Pinneberger Sängerknaben mit einer schönen, gewandten und stimmlich ausdrucksstarken Nachtigall im Quartett. Sie kitzelten das Zwerchfell, bedankten sich artig bei Gastgeber Rainer Köster (JFK) für die Einladung nach Syke und gingen leise mit „Moon River“ und dem legendären „LaLeLu“-Original-Lied. Mit einer Zugabe, einem frech-frivolen Hundesong, verabschiedeten sich die Hamburger.
LaLeLu
http://ww.lalelu.de
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