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Mittwoch, 3. Mai 2006, Theater der Stadt Syke

European Jazz Youth Orchestra

Klassisch, harmonisch, rhythmisch: Welchen Jazz hätten sie denn gern?

European Youth Jazz Orchestra gastierte am Syker Theater

SYKE Traditionell führt der Weg des European Youth Jazz Orchestras seit 1998 jährlich durch Europa. In diesem Jahr hatten die Veranstalter des Vereins Jazz Folk Klassik in Syke (JFK) die Möglichkeit, die von der European Broadcasting Union (EBU) zusammengestellte Big-Band ans Syker Theater zu holen.

„Swinging Jazz“ war das Motto am Mittwoch Abend. Obschon nur wenige Zuschauer bei bestem Grillwetter auf den Rängen saßen, erfüllte die Jazzcombo den Raum sowohl mit klassischen Big-Band-Stücken, einigen harmonischeren Werken und modernen Bebob-Arrangements.

An der Spitze der jungen Band, an der 17 Musiker aus ebenso vielen Ländern beteiligt sind, steht in diesem Jahr Barry Forgie aus Schottland. Seine Erfahrung als Leiter der BBC-Big-Band in London nutzte der charmant-witzige Künstler, um die vielfältigen Nationalitäten und Spielstile unter einen Hut zu bringen. „Das Besondere am European Youth Jazz Orchestra ist es, die verschiedenen Musikmentalitäten der einzelnen Mitglieder zu unterstützen und gleichzeitig in das Gesamtwerk einzubauen“, beschreibt Forgie und erzählt weiter: „Die ganze Energie dieser jungen Talente während der Proben und dann in den drei Wochen der Tour abzurufen und zu bündeln, ist eine tolle Erfahrung.“

Tatsächlich hatte der 67-jährige Mann nur zehn Tage Zeit, um seine Band auf die intensive Tour vorzubereiten. Genau wie alle anderen Musiker der diesjährigen Tour wurde Forgie von den dänischen Veranstaltern der Swinging Europe und der EBU ausgewählt, um die Ideen einer neuen Musikergeneration zu erleben.

Mit dabei ist im diesem Jahr der deutsche Alex Schlosser, der als erfahrener Trompeter 2003 bereits mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet wurde. „Im Theatersaal in Syke zu spielen, war ein besonderes Erlebnis für uns. Der Klang hier bildet für eine Big-Band eine besondere Atmosphäre. Das Publikum hat uns mit offenem Herzen empfangen und gab uns einen Teil von der Energie zurück, die wir als Band an sie gerichtet hatten“, erzählt Barry Forgie nach dem Ende der mit viel Humor geführten Jazz-Show. Und in der war zu spüren, dass die Musiker untereinander zusammengefunden haben und gleichzeitig offen auf ihr Publikum zugehen möchten.  Marvin Köhnken

Aus der "Kreiszeitung"